Christine Herntier

Bürgermeisterin der Perle der Lausitz

Christine Herntier setzt sich ein für ihre Stadt Spremberg und die gesamte Region Lausitz.

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Beitrag vom 
12
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01
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2020

Christine Herntier kennt die Spremberger*innen und diese kennen sie. Und schon bei unserem Vorgespräch darf ich feststellen, dass sie für ihre Mitbürger*innen da ist. Denn in der Bäckerei direkt neben dem Rathaus, wo wir uns auf einen Kaffee treffen, wird sie gleich von mehreren Menschen angesprochen und geht in aller Kürze freundlich auf deren Anliegen ein.

Als ich sie einige Wochen später im Rathaus zum Shooting besuche, bekomme ich einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Nach einer schnellen Absprache mit ihrer Sekretärin und einem Blick in den Kalender, der bis zum Rand gefüllt aber sehr strukturiert ist, nimmt sie sich Zeit und ist ganz im Moment um mir von ihrem Alltag mit all seinen Facetten zu berichten. Trotz einer Arbeitszeit von 60 bis 70 Stunden in der Woche, kaum Ruhepausen und gefühlt 100 „Baustellen“ gleichzeitig, gewinne ich den Eindruck einer energiegeladenen und zielstrebigen Frau, die genau weiß, was sie will und das mit einer sehr klaren und positiven Art vermittelt.

Seit 2014 ist sie Bürgermeisterin von Spremberg, der Stadt mit der offiziellen Zusatzbezeichnung „Perle der Lausitz“. Dafür ist Frau Herntier immer unterwegs und in ständigem Austausch mit vielen verschiedenen Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Für die Bewohner*innen der Stadt selbst hat sie eine Bürgersprechstunde eingerichtet. Dabei führt sie einmal monatlich nach vorheriger Terminabsprache Eins-zu-Eins-Gespräche mit interessierten Spremberger*innen, um die persönlichen Bedürfnisse kennen zu lernen und bei auftretenden Problemen nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Unterstützt wird sie dabei im engsten Kreis von etwa 20 Kollege*innen und als Leiterin der Stadtverwaltung unterstehen Ihr zudem circa 200 weitere Mitarbeiter*innen.  

Ein ganz persönliches Herzensthema und wichtiger Bestandteil für die Zukunft Sprembergs sind für Christine Herntier Rückkehrer und Neu-Spremberger. Daher unterstützt sie die Initiative „Heeme Fehlste“, welche potentiellen Zuzüglern online unter www.heeme-fehlste.de und bei regelmäßigen Stammtischen mit Rat und Tat zur Seite steht und dabei unterstützt mit aufgeschlossenen Hiergebliebenen in Kontakt zu kommen.

Als ich meinen Blick schweifen lasse um nach möglichen Fotomotiven und Details zu suchen, fällt mein Blick auf einen dicken, blauen Wälzer – das Buch der Stadt, in dem bekannte Bewohner*innen, Bürgermeister*innen und Ehrenbürger*innen verewigt sind. Gemeinsam blättern wir kurz durch und entdecken auch bekannte Namen, wie beispielsweise Erwin Strittmatter darin.

Neben ihrem Amt als Bürgermeisterin ist Christine Herntier Sprecherin der Brandenburger Kommunen in der LAUSITZRUNDE. Dieses bundesweit einzigartige länder- und parteiübergreifende Bündnis aus Bürgermeister*innen, Landrät*innen und Amtsdirektor*innen, vertritt die Interessen der Bürger*innen und Kommunen der Lausitz gegenüber dem Bund und der EU. Das Hauptanliegen der LAUSITZRUNDE ist es, die zukünftige Strukturentwicklung unserer Region als transparenten und demokratischen Prozess zu gestalten und somit alle Bewohner*innen der Lausitz mit einzubeziehen.

Die Lausitz liegt Frau Herntier sehr am Herzen, nicht nur als Braunkohlenregion sondern vor allem als lebenswerter Landstrich, der auch in Zukunft attraktiv bleiben soll. Daher präsentiert sie stolz den Abschlussbericht der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, bekannter unter dem Namen Kohlekommission, deren Mitglied sie ebenfalls ist. In dem Bericht empfiehlt die Kommission unter anderem, dass finanzielle Mittel des Bundes für nachhaltige Industrien, Infrastrukturausbau und die Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige in der Lausitz bereitgestellt werden sollen.

Bereits vor ihrer Zeit als Bürgermeisterin gehörte Christine Herntier zu den wichtigen Akteur*innen der Stadt Spremberg. So gründete sie gemeinsam mit weiteren Gesellschaftern und führte 19 Jahre lang die „Spremberger Tuche“, das letzte große Spremberger Textilveredlungsunternehmen.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es unter www.stadt-spremberg.de oder www.facebook.com/christine.herntier.9

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